Nach altem Brauch verstummen am Gründonnerstag die Glocken und „fliegen nach Rom“. Erst bei der Auferstehungsfeier in der Osternacht „kommen sie zurück“.
Schon seit dem Mittelalter gibt es den Brauch, am Karfreitag und Karsamstag mit Ratschen an die Gebetszeiten zu erinnern. Dazu werden mancherorts Sprüche aufgesagt, z.B.: „Wir klappern zum Englischen Gruß, den jeder katholische Christ beten muss, das Ave Maria, gratia plena!“ Die Kirchberger Ministrant/innen haben sich heuer zum Ziel gesetzt, dieses alte Brauchtum des Ratschens wieder aufleben zu lassen. Als Vorbereitung haben sie in den vergangenen Wochen Ratschen gebastelt. Die Ministrant/innen werden am Karfreitag und Karsamstag in Kirchberg von 11 bis 14 Uhr von Haus zu Haus gehen, um Ostergrüße zu überbringen und Spenden zu sammeln.
Klara Mörtenhuber aus Kirchberg beim Ratschenbasteln. 30 Ministrant/innen haben sich beim Ratschenbasteln beteiligt. Die Holzleisten werden mithilfe einer Kurbel oder durch kreisende Bewegungen in Schwung gebracht. Die Nocken auf der Walze ergeben dabei ein schnarrendes Geräusch.