„Ich werde der sein, der die Tür zusperrt!“ So drückte ein Priester seine Sorge aus, dass er in seinem Ort der letzte Pfarrer sein würde. Schlimm wäre es, wenn das Zusperren die letzte Aufgabe bliebe. Aber vielleicht überlegt er es sich noch – und käme darauf, dass nicht das Zusperren, sondern das Aufsperren letzte Aufgabe ist. Die Kirche der offenen Türen entspricht dem Evangelium eher als eine Kirche der Eingrenzungen und des Festhaltens. Um Offenbarung geht es – auf Ostern zu. Das ist Öffnung pur. So fest kann man die Botschaft gar nicht einsperren, dass sie nicht alle Grenzen sprengte. Selbst der Grabstein hält nicht mehr. Alles in der Kirche, die Liturgie, Amtsstruktur bis zu den Kirchengesetzen, steht im Dienst dieses Öffnens. Doch allenthalben im Land herrschen unter Christinnen und Christen Ernüchterung und Enttäuschung. Zu vieles geschieht, was die Hoffnung trübt. Und manche schließen für sich das Kapitel Kirche ab. Den Weg der Kirche gilt es „ent-schlossen“ zu gehen. Aufmachen also! Der Hoffnungsschatz entfaltet sich nicht im Dunkel der Resignation. Ein ehrlicher, verständlicher Weg, den man mit Freude geht – das wäre der Weg der Kirche. Hinaus ins Weite.