Ausgabe: 2010/10, Kommentar, Paul Stüt, Susanne Huber, Jugendschutz, Landesgesetze, Greti Schmid, ÖVP, Einkommensschere, Internationaler Frauentag, Gleichstellung, Mann, Frau
10.03.2010
Eitelkeit schlägt Jugendschutz
Aus neun Landesgesetzen zum Jugendschutz soll ein einheitliches Regelwerk werden. So der Wunsch von Minister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Was Widerstand aus dem Westen Österreichs weckt. Vorarlbergs Landesrätin Greti Schmid (ÖVP) etwa warnt vor einer Nivellierung des Jugendschutzes nach unten. Sie betont, dass im Ländle Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr in der Öffentlichkeit keine alkoholischen Getränke konsumieren dürfen. Ausnahmsweise ist das aber eine Regelung, die schon jetzt im gesamten Bundesgebiet gleich gilt. Ein Scheinargument gegen die Vereinheitlichung also. In Wirklichkeit geht es nur darum, eigene Macht und Einfluss abzusichern. Was Deutschland mit seinen 82 Millionen Einwohnern schafft, muss auch in Österreich möglich sein. Ein einheitlicher Schutz zum Wohl der Kinder und Jugendlichen, der nicht den Eitelkeiten von Landespolitikern geopfert wird.
Paul Stütz
Hoffentlich nicht nur „bla bla“
Nach wie vor ist es leider so, dass in Österreich die Einkommensschere zwischen Mann und Frau weit auseinanderklafft. Frauen verdienen bei uns im Durchschnitt um 25,5% weniger als Männer. Wir liegen damit in Europa an drittletzter Stelle vor Tschechien und Estland. Die EU-Kommission hat im Hinblick auf den Internationalen Frauentag (8. März) nun eine Frauencharta verabschiedet, die zum Ziel hat, sich für die Gleichstellung von Mann und Frau einzusetzen. Wollen wir hoffen, dass dies nicht nur „bla bla“ bleibt, sondern tatsächlich so bald wie möglich umgesetzt wird!