Der Erzabt des Stifts St. Peter in Salzburg, Bruno Becker, hat am Montag erklärt, dass es durch ihn vor mehr als 40 Jahren zu einer einmaligen sexuellen Missbrauchshandlung an einem damals Minderjährigen gekommen sei. „Ich habe den Ordensoberen meinen Rücktritt erklärt“, teilte der Benediktinerpater mit. Zum Zeitpunkt der Tat sei er 24 Jahre alt und noch nicht Priester gewesen. Der Fall kam im Herbst 2009 nach der Wahl von Becker zum Erzabt auf: der Betroffene wandte sich an die kirchliche Ombudsstelle für sexuellen Missbrauch der Erzdiözese Wien. Erzabt Becker habe dabei den Betroffenen um Verzeihung für das vor über 40 Jahren Geschehene gebeten und seine aufrichtige Reue zum Ausdruck gebracht, so die Mitteilung des Stifts. Laut Auskunft der Erzdiözese Salzburg ist der Übergriff zwar rein rechtlich verjährt, es gebe für Priester aber eine besondere moralische Verantwortung. Deshalb habe Erzbischof Alois Kothgasser dem Erzabt den Rücktritt nahegelegt. Wie die Salzburger Nachrichten berichteten soll der Rücktritt bald angenommen werden.
- Offene Orte. Die Ordensgemeinschaften müssen ihre Häuser offen halten für Menschen als „umfassende Gesundheitszentren“ und „Orte, an denen Gottes Barmherzigkeit spürbar wird“. Das war für Sr. Kunigunde Fürst der Tenor der Jahrestagung der „Vereinigung der Frauenorden Österreichs“, die vergangene Woche in Vöcklabruck zu Ende ging. Sr. Dr. Kunigunde Fürst ist Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs.