Seit Bekanntwerden von Missbrauchsfällen in den Stiften Kremsmünster und Wilhering Mitte letzter Woche ist auch die katholische Kirche in Oberösterreich einer schweren Vertrauenskrise ausgesetzt.
Die Vorsteher der Klöster, aber auch die Leitung der Diözese Linz stehen zur Verantwortung für das Vergangene. Was geschehen ist, kann nicht mehr rückgängig gemacht werden, doch was jetzt möglich ist, wollen sie tun: einen ehrlichen Umgang mit dem Fehlverhalten Geistlicher suchen und den Opfern, so weit das überhaupt möglich ist, entgegenkommen. Für die Zukunft suchen Diözese und Orden gemeinsam nach Wegen, wie Missbrauch und Gewalt hintangehalten werden können. Kardinal Christoph Schönborn versprach für die katholische Kirche Österreichs, offen und ehrlich mit den Tatsachen umzugehen und nichts zu vertuschen. Die bereits 1996 in der Diözese Linz eingerichtete Kommission gegen Missbrauch und Gewalt hat sich jetzt bewährt. Jedem Fall wird nachgegangen.