Trauer in Nigeria: 387 Leichname wurden in der Nähe des Dorfes Dogo-Na-Hawa, dem Zentrum der blutigen Überfälle vom 7. März, beerdigt. Das berichtete der römische Pressedienst „Misna“
Bei dem Überfall von Milizen des muslimischen Nomadenvolkes der Fulani auf drei überwiegend von Christen bewohnte Dörfer im zentralnigerianischen Bundesstaat Plateau State Anfang März sind mehr als 400 Menschen getötet worden. Die Regierung entsandte nach den Überfällen Streitkräfte in die Region, um die Lage zu beruhigen. Der Erzbischof der nigerianischen Hauptstadt Abuja, John Olorunfemi Onaiyekan, hob hervor, dass nicht religiöse, sondern soziale und wirtschaftliche Motive Anlass für die gewaltsamen Auseinandersetzungen gewesen seien. Es handle sich um einen Konflikt zwischen muslimischen Nomaden und christlichen Bauern, so Onaiyekan. Bereits im Jänner war Nigeria Schauplatz blutiger Unruhen. Damals kamen in der Stadt Jos, die an der Grenze zwischen dem muslimisch geprägten Norden und dem christlich dominierten Süden liegt, mehr als 300 Menschen ums Leben. Ignatius Ayau Kaigama, Erzbischof von Jos, sagte in einem Interview mit dem katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“, er vermute, dass die aktuellen Attacken in Beziehung zu den vorangegangenen von Jänner stünden. Berichten zufolge waren Spannungen über Weideland und der Verlust eines Rindes die Motivation für die Angriffe zu Beginn des Jahres. Für den 19. März ist ein großer Gottesdienst geplant. Kaigama rief alle Christen dazu auf, an diesem Tag für den Frieden zu beten.