Ausgabe: 2010/12, Tatkraft, Frieden, Kopf der Woche, Franz Julius Brock, Pax Christi, Generalsekretär, Gerechtigkeit, Friede, soziales Engagement
24.03.2010
- Hans Baumgartner
Pax Christi Österreich hat mit Franz Julius Brock einen neuen Generalsekretär. Unterstützt wird er von Elisabeth Jungmeier als Generalsekretärin für internationale Kontakte. Beide arbeiten ehrenamtlich.
Franz Julius Brock (61) war schon Ende der 60er Jahre ein Friedensbewegter. Bei der Stellung verweigerte er den Dienst mit der Waffe, obwohl es noch keinen Zivildienst gab. „Ich wurde damals nur deshalb nicht eingesperrt, weil ich bis zum Diakonat im Priesterseminar war.“ In seiner Familie hat Brock schon als Kind mitbekommen, was Krieg anrichten kann: sein Vater war Heimatvertriebener, eine bleibende Wunde; seine Mutter musste während des Krieges in der Schweiz untertauchen, weil sie französischen Kriegsgefangenen geholfen hat. Als Kind erlebte Brock, wie diese Soldaten auf Besuch kamen und „ihre Mizzi“ dankbar umarmten. Gerechtigkeit, Friede und soziales Engagement waren ihm auch als Mitarbeiter und Verlagsleiter der Kirchenzeitung Linz stets ein besonderes Anliegen.
Als Quereinsteiger bei Pax Christi hofft Brock, seine organisatorischen Erfahrungen in den Dienst der Friedensarbeit stellen zu können. Besondere Anliegen dabei sind ihm, die vielfältigen Pax-Christi-Schwerpunkte in Österreich zu bündeln sowie Geld und Leute aufzutreiben, damit Freiwillige aus Österreich in Jerusalem und im Westjordanland am ökumenischen Programm der „Friedensbegleiter“ teilnehmen. Auch wenn das schwierig sein werde, aufgeben ist nicht seine Sache. Das hat Brock als Pionier an der Wiege zahlreicher Initiativen (Mutter-Kind-Haus, Pflege- und Adoptivelternverein, Caritas-Carla-Läden, Hospizverein Oberösterreich, Aktion Leben und Schwangerenberatung Zoe) bewiesen.
Franz Julius Brock: „Die Zeichen der Zeit erkennen – das bedeutet für mich als Christ, immer wieder aufs Neue dorthin zu schauen, wo Menschen in Not sind, wo ihre Lebensmöglichkeiten bedroht sind.“