Die Konturen verschwimmen in überschwänglichem Licht. Das Auferstehungs-Fresko in der Kalvarienbergkirche von Kremsmünster verdeutlicht so den Übergang vom Irdischen ins Himmlische. Die Trauer wird aufgebrochen zur Hoffnung, das Leid – noch sichtbar in den Wunden des Auferstandenen – wandelt sich in die Freude. Der Karfreitag ist zum Ostermorgen geworden. Die Müdigkeit der Jünger ist wie wegeblasen, die Angst verflogen. Die Schöpfung hat ein neues Zentrum bekommen, ein Gesicht. Der Kosmos ist zu seinem Ziel gelangt: kein leerer Raum, kein Zufallsprodukt nach dem Urknall, sondern Gottesgabe schlechthin.
Nach dem Kreuzweg, den Kalvarienberg herauf, betritt man die Kirche und steht dann unter diesem Bild, geschaffen von Wolfgang Andreas Heindl am Ende des 18. Jahrhunderts. In den letzten Jahren wurden Kirche und Kreuzweg restauriert, damit sie weiterhin Zeugnis geben von der österlichen Hoffnung. Mit diesem Bild wünscht die KirchenZeitung allen Leserinnen und Lesern ein frohes Osterfest.