2017 bringt PGR-Wahl und Wechsel bei den Bischöfen
Nicht nur die Katholiken sind heuer zur Wahl von rund 30.000 Pfarrgemeinderäten aufgerufen. Auch Papst Franziskus wird voraussichtlich personelle Entscheidungen für Österreichs Kirche treffen.
Ausgabe: 2017/01
03.01.2017
- kathpress/nie
Am 19. März ist es nach fünf Jahren wieder soweit: In den rund 3000 römisch-katholischen Pfarren Österreichs wählen die Katholik/innen ihre Vertreter für die Pfarrgemeinderäte. Gleichzeitig bahnen sich in zwei Diözesen Veränderungen an der Spitze an: Seit dem Wechsel von Bischof Manfred Scheuer nach Linz (17. Jänner 2016) ist der Bischofsstuhl in Innsbruck vakant. Die Prozesse zur Nachbesetzung durch Papst Franziskus laufen. In der Diözese St. Pölten ist die einjährige Amtszeitverlängerung von Bischof Klaus Küng abgelaufen und die Nachfolgersuche im Gange. Möglicherweise wird es sogar eine dritte Bischofsernennung geben, denn Salzburgs Weihbischof Andreas Laun wird 75 Jahre alt und Erzbischof Franz Lackner hat wiederholt betont, er wünsche sich wieder einen Weihbischof.
Ökumenisch richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Gedenkjahr „500 Jahre Reformation“. Österreich-Höhepunkt ist ein Reformationsfest der evangelischen Kirche auf dem Wiener Rathausplatz am 30. September.
Überraschungen
Weltkirchlich könnte 2017 ein ruhiges Jahr werden – oder aber ein überraschendes. Besondere Großereignisse sind keine geplant. In Vorbereitung auf eine Bischofssynode 2018 zur seelsorglichen Begleitung junger Katholik/innen soll heuer ein weltweites Meinungsbild ähnlich wie vor den beiden letzten Synoden zu Ehe und Familie erhoben werden. Ein Fragenkatalog soll an Bischofskonferenzen, Diözesen und weitere kirchliche Institutionen geschickt werden. Aus den bevorstehenden weltkirchlichen Geburts- und Gedenktagen sticht der 90. Geburtstag des emeritierten Papstes Benedikt XVI. am 16. April hervor.