Garsten. Mit dem Anbringen zweier Plakate bei der Lahrndorfer Bahnunterführung beginnt in Garsten ein Monat mit zahlreichen künstlerischen Interventionen, die sich alle mit dem Verhältnis von „drinnen und draußen“ beschäftigen. Am 15. Mai 2010 findet in der Justizanstalt von 10 bis 12 Uhr die Vernissage und ein Symposium statt, bei dem es um das Verhältnis der Öffentlichkeit mit dem Strafvollzug geht. Leitmotiv ist: „Der Himmel über Garsten ist drinnen und draußen immer der gleiche.“ Schon im März 2009 hat Markus Redl mit einem Häftling einen Sitzstein geschaffen, der ab jetzt im Hof frei zugänglich ist. Jeder wird aufgefordert, in Garsten einmal zu „sitzen“ und über seine Meinung zu Recht und Gerechtigkeit nachzudenken. Auf den Lagerhausturm gegenüber der Anstalt werden in der Nacht die Texte projiziert, die Häftlinge bei einer Schreibwerkstatt mit Rudolf Habringer verfasst haben. Ungewöhnliche Projekte, neue Begegnungsmöglichkeiten und sonst nicht zugängliche Orte warten am 15. Mai auf Besucher/innen.