Die katholische Kirche und Vertreter anderer Religionsgemeinschaften in Thailand haben den Fünf-Punkte-Plan von Premierminister Abhisit Vejjajiva zur Wiederherstellung des inneren Friedens begrüßt. Die Bischöfe stimmten dieser „Roadmap“ inhaltlich zu und würden in ihr einen wichtigen Schritt sehen, die innenpolitische Krise zu überwinden, erklärte der Sozialbischof der Thailändischen Bischofskonferenz, Philip Banchong Chaiyara. Ähnlich äußerten sich auch weitere Kirchenvertreter. Das Vorhaben des Premiers solle von allen gesellschaftlichen Kräften mitgetragen werden, damit die Staatskrise friedlich beigelegt werde könne. In Thailand demonstrieren seit rund zwei Monaten Tausende Menschen für Reformen und die Wiedereinsetzung des Ende 2006 gestürzten Premiers Thaksin Shinawatra. Im Verlauf der von den „Rothemden“, den Anhängern Shinawatras, angeführten Proteste gegen die seither amtierende Regierung wurden rund 30 Menschen getötet und mehr als 900 Personen verletzt. Der Fünf-Punkte-Plan sieht u. a. soziale und innenpolitische Reformen vor sowie für den Herbst die Auflösung des Parlaments und vorgezogene Neuwahlen.