Ausgabe: 2010/20, Goldpreis, Goldpreisanstieg, Geist, Pfingstereignis, Goldschätze, Pfingstgeist, Menschen
19.05.2010
1012,81 Euro für 31 Gramm. Das war der Goldpreis letzten Montag. Und er steigt, obwohl es weder besser noch schlechter geworden ist. Der Preis liegt an dem, was Menschen dafür zu geben bereit sind? Was einem wirklich wichtig ist, liegt nicht an physikalischen Eigenschaften. Es bemisst sich am Maß der Hoffnung und des Vertrauens, das jemand in eine Sache setzt. Nicht nur beim Gold. Zu Pfingsten ist von einem kostbaren Gut die Rede. Man sieht und riecht es nicht, man kann es nicht messen. Es ist der Geist, der für das Pfingstereignis der Kirche steht. Weil man ihn nicht messen kann, zählt er wenig auf dieser Welt. Unterbewertet, würden Börsenfachleute sagen. Er richtet sich auch an jene, die mit Goldschätzen ihre Besorgnisse in den Griff zu kriegen versuchen. Der Pfingstgeist ermutigt freilich in eine andere Richtung: Setze alles, was du hast und kannst auf Menschen, auf die Gemeinschaft mit ihnen. Sichere dein Leben nicht ab gegen die Ansprüche anderer, sondern teile dein Leben. Das Beispiel: Gott selbst hat all sein Vermögen ganz auf Menschen gesetzt – dass es ihnen gut geht, und dass sie glücklich werden. Es ist wie beim Gold: Es hängt davon ab, wie viel man dafür zu geben bereit ist.