Tolle Stimmung, politische Workshops und kraftvolle Bands. Das war das Pfingsttreffen „start>klar“ in Kremsmünster. Die Katholische Jugend kündigte zudem einen Protestsong an den Vatikan an.
500 Jugendliche aus ganz Oberösterreich verwandelten das Klostergelände in eine lebende Bühne. Die Band „Soundkistn“ heizte beim Eröffnungsfest ordentlich ein. In zahlreichen Workshops setzten sich die Teilnehmer/innen neben spirituellen Themen auch mit Gesellschafts-, Welt- und Schulpolitik auseinander. Bei Letzterem ging es etwa darum, wie sich die Jugendlichen die ideale Schule vorstellen. Der Gottesdienst im Stift galt bei allen als stimmungsvoller Höhepunkt der dreitägigen Veranstaltung. Bischof Maximilian Aichern ermutigte die Jugendlichen bei seiner Predigt, voller Begeisterung durchs Leben zu gehen.
Protestlied. Landesvorsitzende Stefanie Poxrucker kündigte beim Pfingsttreffen die Planung „des längsten Protestsongs der Welt“ an. Die Idee dazu sei beim Diözesanplenum der Katholischen Jugend im April entstanden. Das Protestlied richte sich in erster Linie an „Rom“, sprich die Kirchenleitung. Jeder ist eingeladen, im Internet seine Sorgen, Kritik und Wünsche in Worte zu fassen und so am mitzuschreiben und mitzusingen (siehe Spalte rechts).
„Zeit für konstruktive Kritik“. „Wir sind gern Teil dieser Kirche, aber wir sagen nicht zu allem ‚Ja und Amen‘. Mitbestimmung, Gleichberechtigung und Öffnung sind längst überfällig“, sagt Poxrucker. „Hallo Rom!“ soll ein Ventil für Kirchenfrust bieten und ein zukunftsfähiges Modell von Kirche zeichnen.
Protestlied „Hallo Rom“
Unter dem Titel „Hallo Rom“ soll der Protestsong entstehen. www.hallo-rom.at
- „Hallo Rom, wir wollen etwas wagen, auch wenn’s eure heilge Ruhe stört. Hallo Rom, wir wollen nur mal sagen, in unsrer Kirche läuft etwas verkehrt“, lautet die erste Strophe. Bereits zu finden ist auch bereits dieser Text: „Das ist die Initiative gegen all das Erzkonservative. Warum haben Frauen nichts zu sagen?“
- Am 2. Juni findet eine Demonstration unter dem Motto „Nicht nur Ja&Amen“ statt. Treffpunkt ist um 19 Uhr am AEC-Platz vor der Stadtpfarrkirche Urfahr.