Die Flüchtlingssituation war eines der wichtigsten Themen der Neujahrsansprache des Papstes vor dem Diplomatischen Corps.
Ausgabe: 2017/02
10.01.2017
Die Migrationsproblematik sei „eine Frage, die nicht einige Länder gleichgültig lassen darf, während andere die humanitäre Last tragen, oft mit beträchtlichem Aufwand und schweren Unannehmlichkeiten“, sagte Franziskus. Er sprach sich klar gegen eine Abschottung gegenüber Flüchtlingen aus: Es werde keinen wirklichen Frieden geben, solange auch nur ein einziger Mensch in seiner Identität verletzt und auf eine bloße Zahl in der Statistik oder ein Objekt von wirtschaftlichem Interesse reduziert werde. Franziskus äußerte auch Sorge über die derzeitige Situation Europas: Der Kontinent erlebe gerade „einen entscheidenden Moment seiner Geschichte“ und müsse seine Identität wiederfinden. Weiterhin sehe er den europäischen Einigungsprozess als „einzigartige Gelegenheit zu Stabilität, Friede und Solidarität zwischen den Völkern“.