Um die Bevölkerung mit der zukünftigen kirchlichen Situation in Eggerding vertraut zu machen, stellte das neue Seelsorgeteam in einer erweiterten Pfarrgemeinderatssitzung den Mitarbeiter/innen der Pfarre die neue Form der Pfarrorganisation vor.
Seit 1993 ist Diakon Johann Wimmer Pfarrassistent in Eggerding. Kürzlich wurde der 63-Jährige für weitere fünf Jahre mit der Leitung der 1250 Katholiken zählenden Pfarre beauftragt, aber es ist für ihn an der Zeit, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Auch im Blick auf die Zukunft. Seit 1992 wohnt schon kein Priester mehr im Ort und das wird so bleiben. Deshalb haben der Diakon und vier engagierte Mitarbeiter/innen die Seelsorgeteam-Ausbildung mitgemacht.
Aufteilen. Für Eggerding bringt die Einführung des Seelsorgeteams keine abrupte Änderung, aber manches wird doch anders aufgeteilt. Die Teammitglieder fungieren vor allem als neue Ansprechpartner/innen und Verantwortliche in Liturgie, Pfarrorganisation und Verkündigung. Doch niemand aus dem Team ist böse, wenn man in den ersten Monaten die neuen Regelungen ein wenig vergisst und zum Diakon geht. Der leitet schon zur richtigen Adresse weiter. Das neue Seelsorgeteam zerstreut auch mögliche Bedenken: „Wir sind nicht da, um in die Runden und Gruppen, die eigenständig laufen, dreinzug’scheiteln.“ Und sie meinen schmunzelnd: „Mit Ausnahme des Diakons, der entlastet werden soll, bleibt bei allen anderen die Arbeit gleich.“ Die Pfarrgemeinderäte und Mitarbeiter/innen, die zur Pfarrgemeinderatssitzung gekommen sind, haben auch gar nichts anderes erwartet.
Lebendig bleiben. Das große Ziel aller ist, eine lebendige Pfarre zu bleiben. Der Diakon bittet, sich weiterhin dafür einzusetzen. Das Seelsorgeteam, das mit großem Elan ans Werk geht, will dazu auch Impulse setzen: Die Kommunikation und die Werbung für Veranstaltungen zu verbessern ist das eine. Der zweite Schwerpunkt soll auf der Glaubensverkündigung liegen. „Wir haben bei der Ausbildung mit der Bibel gearbeitet, da nimmt man so viel mit“, erzählen die Mitglieder des Seelsorgeteams. Dafür wollen sie auch andere Pfarrangehörige begeistern und planen eine Bibelrunde.
Die neuen Teams. Im Herbst werden sieben Seelsorgeteams neu beauftragt: neben Eggerding auch in Baumgartenberg, Naarn, Mitterkirchen, Bach bei Schwanenstadt, Meggenhofen und Suben. Damit sind in insgesamt 40 der 487 Pfarren der Diözese Ehrenamtliche an der Leitung der Pfarren beteiligt.