Abt Martin Felhofer mit Michael Bünker und Helmut Krätzl beim „Dialog Stift Schlägl“.
Die Gesellschaft braucht die Kirche – sagtWiens ehemaliger Weihbischof HelmutKrätzl. Beim ersten „Dialog Stift Schlägl“ stießdas Thema „Wozu Kirche?“ auf breites Interesse.Fast 200 Leute waren der Einladung am12. Oktober gefolgt.Allerdings, so präzisiert Krätzl: Die Kirchemuss eine dienende Kirche, Anwalt der Armen,der am Rand Stehenden sein. Der Einsatzfür Fremde sei eine ebenso wichtige Aufgabewie der Dienst der Versöhnung. Der„Gott des Friedens, der Barmherzigkeit undder Vergebung“ soll im Wirken der Kircheöffentlich spürbar sein.Wie Bischof Krätzl stellte der evangelische BischofMichael Bünker den Umgang mit demThema „Integration“ in den Mittelpunkt. Versöhnung,sagt er, kann es nur auf der Basis derGerechtigkeit geben. Aufgabe der Christen seies, Vielfalt zu fördern, mit Gelassenheit dieProbleme zu sehen – und sie zu lösen. Österreichbescheinigte Bünker übrigens eine sehrgute Religions-Gesetzgebung.Krätzl sieht insgesamt eine Tendenz zum Auseinanderdriftenin der Gesellschaft – dem dieKirche versöhnend entgegenwirken könne.Ziel des „Dialoges Stift Schlägl“ ist es – so AbtMartin Felhofer –, wichtige Fragen der Kircheauch in „abgelegeneren“ Regionen mit hochrangigenPersönlichkeiten zu diskutieren.Schon vor dem Gespräch in der Stiftsbibliothekfeierten die Teilnehmer/innen in derStiftskirche eine Vesper.