Bundesministerin Doris Bures sagte zum Westring-Projekt in der Autobahn-Dimension Stopp, sie riet eine „Schmalspur“-Variante an. Geschlossen sind die Politiker von ÖVP, SPÖ und FPÖ aus Stadt Linz und Land OÖ empört. LH-Stellvertreter Franz Hiesl spricht vom Westring als „zentralem Verkehrs- und Entlastungsprojekt für den Großraum Linz“. Und er erinnert daran, dass Bures im März 2009 den Rahmenplan der ÖBB und das Bauprogramm der ASFINAG von 2009 bis 2014 verkündete – mit Realisierung des Linzer Westrings. Das war mitten in der Wirtschaftskrise, die Bures jetzt als Grund für notwendige Sparmaßnahmen anführt. „Verwunderlich“, so Hiesl, „ist aber auch, dass trotz verordnetem Sparkurs vor allem Verkehrsprojekte in Niederösterreich und Wien vom Sparkurs verschont bleiben.“ Für die Landes- und Stadtpolitiker (die GRÜNEN sind gegen den Westring) mache eine Landstraße statt einer Autobahn (Vorschlag Bures) keinen Sinn. Das würde heißen: Zurück an den Start, die Gegner würden wieder Einwendungen machen und das Projekt verzögern. Der Verkehr von, durch und aus Linz brauche dringend eine Lösung. Allein auf der Nibelungenbrücke würden – so die Prognose – in 15 Jahren statt 47.000 Fahrzeugen täglich 74.000 gezählt werden. Noch vor Weihnachten muss, so Hiesl, Bures und die Regierung (Kanzler Faymann) zu ihrem Ja zum Westring aus dem Jahr 2007 zurückkehren. 2013 könnte dann der Bau begonnen werden.