Seit genau 20 Jahren, nämlich seit 25. November 1990, besteht eine Abendmahlsgemeinschaft der Evangelischen Kirche A.B., der Evangelischen Kirche H.B. und der Evangelisch-methodistischen Kirche in Österreich. Dessen wurde am 21. November zeitgleich bei Abendgottesdiensten in der Linzer evangelisch-methodistischen Kirche, ebenso in Graz, Salzburg, und Wien gedacht – überall mit den gleichen Liedern und Gebeten. Die drei evangelischen Kirchen halten seither eine Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft und anerkennen gegenseitig auch die Ordination. Die Kirchen sehen in dieser Gemeinschaft ein Zeichen lebendiger Ökumene und bezeugen, dass die zwischen ihnen bestehenden Lehrunterschiede keine kirchentrennende Bedeutung haben. Dem Gottesdienst in Linz standen Pastor Markus Fellinger, Superintendent A.B. Gerold Lehner und Kurator Heinrich Benz vor.Die katholische Kirche war durch Ökumenereferentin Helga J. Schwarzinger vertreten.
Religion trifft Frauen
In den Heiligen Schriften aller großen Weltreligionen ist die Gleichheit von Männern und Frauen vor Gott festgeschrieben. Dies betonte die katholische Theologin Mag. Dorothea Schwarzbauer-Haupt beim letzten Abend der Reihe „Religion und moderne Gesellschaft“ am 25. November im Linzer Wis-sensturm. Der Abend galt der Stellung der Frau in Christentum und Islam. Diskriminierungen hätten ihren Grund auf kirchenpolitischer Ebene, nicht in den Heiligen Schriften. Carla Amina Baghajati von der Islamischen Glaubensgemeinschaft sieht im Islam eine „Revolution“ in der Frauenfrage, zumal vor dem Islam im arabischen Raum Frauen kaum Rechte gehabt hätten.