Der Vorsitzende der Initiative Christlicher Orient ICO, Dr. Hans Hollerweger, äußerte sich zu den Anschlägen auf Christ/innen im Orient, zuletzt vor einer koptisch-orthodoxen Kirche in Alexandria in Ägypten nach der Mitternachtsmesse zum Neujahrstag. Bei diesem waren17 Tote zu beklagen. Hollerweger erinnerte an die Papstworte. „Diese niederträchtige Geste des Todes – ebenso wie jene, Bomben vor die Häuser von Christen im Irak zu legen, um sie zum Auswandern zu zwingen – beleidigt Gott und die gesamte Menschheit.“ Sowohl im Irak als auch in Ägypten lebten Christen und Muslime noch vor wenigen Jahrzehnten friedlich zusammen. „Erst mit dem Erstarken fundamentalistischer Kräfte wird das Miteinander gestört.“ Wahabiten, Muslimbrüder und Al Qaida handeln im Namen der Religion und bringen damit den Islam, zu dem sie gehören und auf den sie sich berufen, in ein schiefes Licht, sagt Hollerweger. Wie aber kann den Christen geholfen werden? – Solidarität ist gefragt, „die sich nicht nur in Gebeten und Wortmeldungen äußern darf, sondern sich in konkreter Hilfe zeigen muss“.
Flüchtlingsfamilie getauft
Eine besondere Taufe konnte in der Pfarre Wolfsegg im Dezember gefeiert werden. Der aserbeid-schanische Flüchtling Natiq Xanquliev, seine Frau Venera Xanqulijeva und die beiden Kinder Chosrov und Cheiransa traten vom orthodoxen Glauben bzw. Islam zum katholischen Glauben über. „Eine ganze Familie auf einmal zu taufen, hab ich noch nie erlebt“, freut sich Hermann Pachinger, Pfarrer in Wolfsegg. Die Familie, die seit einem Jahr in Wolfsegg lebt, hat die Taufvorbereitung mit großem Einsatz absolviert. Kurz vor der Taufe kam für die Familie zudem die erlösende Nachricht: Alle vier bekommen Asyl und dürfen in Österreich bleiben.