Das Land Oberösterreich gab für soziale Aufgaben – ohne die Aufwände der regionalen Träger sozialer Hilfe – im Jahr 2005 etwa 356 Millionen Euro aus. 2010 waren es schon fast 475 Millionen Euro. Diese und noch viel mehr Zahlen legt der Sozialbericht 2010 des Landes Oberösterreich vor.
Im Oktober 2009 gab es in Oberösterreich 3418 Sozialhilfe-Leistungsbezieher/innen. Im gemeinsamen Haushalt mit diesen lebten 2572 Angehörige, 1967 von ihnen waren Kinder. Die Zahl der Sozialhilfebezieher/innen stieg damit in den letzten sechs Jahren um ein Drittel. Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit sind die häufigsten Ursachen für den Bezug von Sozialhilfe.
Stationär und mobil. 11.841 Plätze gab es zum Jahreswechsel 2008/2009 in Oberösterreichs 115 Alten- und Pflegeheimen. Hier wird der Bedarf auch noch steigen, obwohl im Sinne des sozialpolitischen Ziels „mobil vor stationär“ die Versorgungsquote mit Heimplätzen nur leicht von 16,4 auf 17 Prozent angehoben wird. In drei Jahren sollen dann 13.837 Heimplätze vorhanden sein. Drei Prozent dieser Plätze sind für die Kurzzeitpflege vorgesehen, etwa um pflegende Angehörige für eine bestimmte Zeit zu entlasten. Das Durchschnittsalter der Heimbewohner/innen nimmt zu, die Pflegebedürftigkeit ebenso. Zum Stichtag 1. Jänner 2009 bezogen mehr als die Hälfte ein Pflegegeld der Stufen 4 bzw. 5, was einer Zunahme von etwa 25 Prozent entspricht. Die Oö. Alten- und Pflegeheimverordnung legt einen verbindlichen MindestPflegepersonalschlüssel fest, der sich an der Pflegegeld-Einstufung orientiert. Für 2009 ist ein Bedarf von 4625 Personaleinheiten ausgewiesen, sechs Jahre davor waren es nur 3432. Insgesamt waren am Jahresbeginn 2009 in den Alten- ud Pflegeheimen etwas mehr als 8400 Personen beschäftigt. Die Anzahl der Kundinnen und Kunden, die Leistungen der Mobilen Betreuung und Hilfe in Anspruch nahmen, stieg von 2003 auf 2009 um fast 82 Prozent auf 10.700 Personen.