Die Dreikönigsaktion hätte 400.000 Euro an Spendengeldern in verlustreiche Immobilienaktionen investiert – und dabei Verluste hinnehmen müssen, berichtete das Nachrichtenmagazin „profil“ am 17. Jänner. Bei der Dreikönigsaktion verweist man auf gesetzliche Vorgaben, die auch Hilfswerken Rückstellungen vorschreiben, um den Betrieb und die Verpflichtungen für mehrjährige Hilfsprojekte abzusichern. Es sei nicht sinnvoll, das gesamte Geld unmittelbar nach der Spendenaktion an die Projektpartner auszubezahlen, es werde vielmehr Schritt für Schritt, je nach Projektfortschritt, in bedarfsgerechten Raten überwiesen. Die Dreikönigsaktion hat seit dem Jahr 2001 das Spendengütesiegel.
Der weitaus größte Teil der vorgeschriebenen Rückstellungen wurde in risikolose Formen wie Festgelder und Sparbücher angelegt. Ein geringer Teil (5 %) wurde im Rahmen eines Bündels ethischer Zwischenveranlagungen angelegt. Konkret geht es um Aktien, die um 184.000 Euro (nicht 400 000, wie in Profil dargestellt) 2005 im Rahmen eines Aktienpaktes bei der „Conwert Immobilien Invest AG“ angelegt wurden, also einer Gesellschaft, die in Österreich Wohnungen baut. Im Zuge der Wirtschaftskrise sank diese Aktie massiv, hat sich aber seither fast auf den ursprünglichen Wert erholt. In Summe seien bei dieser Veranlagung keine Spendengelder verloren gegangen. Künftig will man auf Aktien-Veranlagungen verzichten.
Bischof spricht Vertrauen aus. Als zuständiger Referatsbischof drückte Bischof Dr. Ludwig Schwarz der Drei-königsaktion sein Vertrauen aus. Der Wirtschaftsprüfer hätte bestätigt, dass „die Aufbringung und Verwendung der Mittel statuten- und widmungsgemäß vorgenommen wurde“, betont Bischof Schwarz. Die von der Aktion getätigte Veranlagung habe auch den Ethikrichtlinien der Bischofskonferenz entsprochen. Die Dreikönigsaktion unterstütze weltweit rund 500 Projekte für Menschen in Not.