Die Nachrichtenagentur der österreichischen Kirche feierte ihren 70. Geburtstag
Seit 9. Februar 1947 gibt es den Namen „Kathpress“ in Österreichs Medienlandschaft. Schon 70 Jahre lang versorgt die Nachrichtenagentur der Kirche Medien mit Informationen aus und über die Kirche – und ist Partner der Kirchenzeitungen.
Ausgabe: 2017/05
31.01.2017
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Zum Jubiläumsfest am Dienstag war als Festredner sogar Pater Federico Lombardi, ehemaliger Papstsprecher und einer der bekanntesten Medienleute der Kirche, geladen. Profilierte Medienleute hatte und hat auch die Kathpress zu bieten: Von 1955 bis 1980 wurde sie von Richard Barta geleitet, der maßgeblich am „Mariazeller Manifest“ beteiligt war, das am Anfang der Zweiten Republik „eine freie Kirche in einer freien Gesellschaft“ beschrieb. Nach ihm hat Prof. Erich Leitenberger die Kathpress geprägt. Vielleicht musste er, der auch Sprecher der Erzdiözese Wien war, die Kathpress durch die stürmischsten Jahre lenken: Umstrittene Bischofsernennungen oder der Dialog für Österreich fanden in seiner Amtszeit statt.
Standard. Seit 2009 leitet Paul Wuthe das Kathpress-Team. Während der journalistische Standard hochgehalten wurde, brachte die Kathpress technische Verbesserungen auf den Weg: eine runderneuerte Homepage, als erste katholische Agentur eine kostenlose App, die Benutzung von Facebook und Twitter als Verbreitungskanäle oder ein neues, schnelleres Redaktionssystem. „Die technischen Möglichkeiten zu beobachten, ist ein andauernder Auftrag. Denn niemand kann sagen, was sich hier in den nächsten Jahren tun wird. Das Wichtigste ist aber solide Berichterstattung“, sagt Wuthe. Neben vielen verschiedenen schriftlichen Diensten bietet die Kathpress anlassbezogen auch Bilder oder Audiobeiträge an. „Der nächste Schritt wäre das bewegte Bild. Das machen wir dann, wenn wir es in der Qualität unserer bisherigen Angebote liefern können“, verrät der Chefredakteur.
Glaubwürdigkeit. Zur Diskussion um Falschinformationen in Sozialen Netzwerken sagt Wuthe: Einerseits sei die Kathpress in diesen Medien als glaubwürdige Quelle vertreten, die es dort eben auch gibt. Andererseits wolle die Kathpress den Katholik/innen, die in den Foren mitdiskutieren, Quellen zur Hand geben, damit sie ihren Standpunkt dort gut vertreten können.