Missionsstelle der Diözese Linz verlieh erstmals Missionspreise
Ausgabe: 2011/05, Missionskreis, Missionsstelle, Missionspreise, Eine Welt, EZA, Bischof, Breiter
02.02.2011
Eine-Welt-Runde, Selbstbesteuerer, EZA-Kreis – wie immer sie auch heißen mögen, in rund einem Viertel der Pfarren gibt es Gruppen, die sich für Menschen und Projekte in den Ländern des Südens und Ostens engagieren. Die Missionsstelle der Diözese Linz hat nun fünf dieser Initiativen geehrt.
Aus Oberösterreich sind 94 Missionar/innen in aller Welt im Einsatz. Die allermeisten von ihnen bekommen ganz kräftig Unterstützung aus der Heimat. Ihre Herkunftspfarren spielen dabei eine Schlüsselrolle, oft helfen die Missionsrunden dieser Pfarren schon jahrzehntelang. Für andere Gruppen war eine Katastrophe Anlass für die Gründung. Aus der spontanen Unterstützung wuchs eine Gemeinschaft, die ihre Verantwortung weiter wahrnahm. Die „Dritte Welt“- und die „Osthilfe“-Szene in den Pfarren ist bunt und vital. Fünf dieser Initiativen wurden am 25. Jänner 2011 mit dem Missionspreis geehrt, den die Missionsstelle der Diözese erstmals vergab. Bischof Ludwig Schwarz betonte, dass es wichtig sei, über die eigenen Grenzen hinauszuschauen, denn „dadurch werden auch wir bereichert. Wir sind aufgefordert, den großen Schatz des Glaubens anderen Menschen anzubieten und zugleich auch Solidarität und Hilfe zukommen zu lassen.“
Die Preisträger/innen. Ausgezeichnet wurden die Gruppe „Pfarrkaffee/Eine-Welt-Kreis Timelkam“, der Hilfsfonds Brunnenthal, das Ehepaar Huemer aus der Pfarre Regau, die Eine-Welt-Selbstbesteuerungsgruppe aus der Pfarre Linz-Heiligste Dreifaltigkeit und der EZA-Kreis der Pfarre Maria Schmolln mit seiner Gründerin Sr. Adele Breiter. Die Vöcklabrucker Franziskanerin zeigt, dass es für das Engagement keine Altersgrenze gibt. Sie hat den EZA-Kreis mit 85 Jahren ins Leben ge-rufen, inzwischen ist sie 94, sitzt im Rollstuhl und lebt im Alten- und Pflegeheim „Maria Rast“, wo sie als Organistin tätig ist. Seit 1977 sind die Selbstbesteuerer aus Linz-Heiligste Dreifaltigkeit aktiv und haben an die 25 Dauerzahler. Der Hilfsfonds der Pfarre Brunnenthal – er stellt jährlich rund 70.000 Euro – unterstützt unter anderem die Ausbildung von 20 Priesterstudenten in aller Welt. Zu mehr als 150 von ihnen besteht auch nach ihrer Weihe Kontakt und viele von ihnen erhalten weiterhin Hilfe. Die Gruppe aus Timelkam hilft neben anderen Missionar/innen regelmäßig Sr. Hildegard Litzlhammer, die sich im Kongo vor allem für Straßenkinder einsetzt. Als Ehepaar sind Margit und Hannes Huemer für Rumänien aktiv. Sie organisieren Hilfstransporte.