Kopfing. Endlich aus den Schlagzeilen gekommen zu sein, vor allem aber: endlich eine Aussicht, dass die spannungsgeladene Situation in der Pfarre Kopfing doch ein Ende finden könnte – das war die Grundstimmung nach den Sonntagsgottesdiensten am 9. Oktober. Der von Bischof Ludwig Schwarz als „Krankenstandsvertreter“ eingesetzte Grieskirchner Stadtpfarrer Dechant Johann Gmeiner hatte die beiden Gottesdienste geleitet. Pfarradministrator Andrzej Skoblicki hatte sich am Freitag der Vorwoche für mindestens drei Wochen krank gemeldet. In seiner Predigt forderte Gmeiner auf, „Disziplin an die Zunge“ zu legen, und über Abwesende nur Gutes zu sagen. „Das Schweigen-Können ist in mancher Lebenslage sehr heilsam“, meinte Gmeiner. Zum Christsein gehöre wesentlich das Beten. Am Anbetungstag, der am Dienstag in Kopfing gehalten wurde, sollte das Anliegen eines guten Miteinanders im Mittelpunkt stehen.
Kritik des Bischofs. Bei seinem Empfang für Journalisten im „Treffpunkt mensch & arbeit“ voestalpine hatte Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz am Donnerstag der Vorwoche zu einem neuen Miteinander in der Pfarre Kopfing ausgerufen. Dabei kritisierte er deutlich, dass „neue Medien“ die „Feindschaften vertieft“ und den Konflikt in alle Welt hinausgetragen hätten. Die Internetplattformen „kath.net“ und „kreeuz.net“ sowie der Internet-Sender „gloria.tv“ hatten um den Konflikt herum eine sehr aggressive Haltung an den Tag gelegt.Bei seinem Empfang hatte Schwarz auch eine „ernsthafte Auseinandersetzung“ der österreichischen Bischöfe mit dem von der „Pfarrerinitiative“ vorgebrachten Reformanliegen angekündigt.