Obdachlose haben eine sinnvolle Beschäftigung, sie kommen in der Zeitung selber zu Wort und durch die Zeitung erhält man einen unverfälschten Einblick in das Leben von Randgruppen. – Dies waren die häufigsten Nennungen bei einer Befragung vom August 2011, deren Auswertung letzte Woche präsentiert worden ist. Die Straßenzeitung Kupfermuckn, die in Linz, Wels und Steyr von Angehörigen sozialer Randgruppen verkauft wird (siehe dazu auch KirchenZeitung vom 4. August 2011), besteht seit 15 Jahren. Aus diesem Anlass interessierte die Blattmacher, was die Leser/innen von ihr denken und wie sie zu Randgruppen stehen. Fast zwei von drei Leser/innen gaben dabei an, dass sich ihre Einstellung zu Randgruppen durch das Lesen der Kupfermuckn geändert hat. Vor allem bei älteren und einfacher gebildeten Menschen hat sich die Einstellung zu Randgruppen stark gebessert. Die gravierendsten Unterschiede zur Meinung der Gesamtheit der Österreicher/innen sind bei den Kupfermuckn-Leser/innen bei folgenden abgefragten Sätzen festzustellen: „Bettler stören das Straßenbild“ und „Obdachlose sind ungepflegt und lungern herum“. Bei beiden Ausagen liegt die Zustimmung der Kupfermuckn-Leser/innen um 23 Prozentpunkte unter der der österreichischen Gesamtbevölkerung. Die Aussage „Bettler stören das Straßenbild“ gilt für 52 Prozent der Österreicher/innen, aber nur für 29 Prozent der Kupfermuckn-Leser/innen!
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