„Man kennt alle im Ort. Ich möchte so beitragen, dass die Verstorbenen in Erinnerung bleiben“, sagt Max Rauscher. Er hat dazu eine Website aufgebaut.
Geht man auf die Homepage www.totengedenken.gruenau.tv erscheinen die Porträtbilder der letzten sieben verstorbenen Bewohner/innen von Grünau. Aktuell zu informieren, ist die eine Aufgabe, die Rauscher mit erfüllen möchte. Das zuständige Bestattungsunternehmen teilt ihm die Todesfälle mit und so kann er die Bevölkerung über den Zeitpunkt von Begräbnis und Totenwache auf dem Laufenden halten. Die gesamte Parte steht ebenfalls im Netz. Der Zähler, der die Besucher der Website registriert, zeigt, dass dieser Service sehr genutzt wird. Die Homepage erfüllt aber auch die Funktion eines gemeinsamen Gedächtnisses. Über 1000 Totenbilder hat Rauscher eingescannt und nach Sterbedatum geordnet. Unzählige Stunden hat der Gemeindebedienstete in dieses private Projekt gesteckt. Das letzte Jahrzehnt ist vollständig, davor ist die Dokumentation nicht lückenlos, reicht aber weit zurück. Über das Feld „Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresübersicht“ findet man jeden auf der Website erfassten Verstorbenen an seinem Todestag. Klickt man den entsprechenden Namen an, erscheint das Totenbild. Eine besondere Funktion ist die Erinnerung: Trägt man seine E-Mail-Adresse bei einem Totenbild ein, wird man – elektronisch – an den Sterbetag der gewünschten Person erinnert. Die Website ist eine Hilfe, die Verstorbenen von Grünau im Gedächtnis und im ehrenden Andenken zu halten, so Rauscher.