BRIEF_KASTEN
| Er möchte als Obmann weiter dafür arbeiten, dass No Limits für behinderte Menschen Freizeitangebote schafft, sagte Markus Wurm bei der Jahreshauptversammlung von Union No Limits. Markus Wurm ist als Spastiker selbst schwer körperlich behindert. No Limits musste einen neuen Vorstand wählen, nachdem die 31-jährige Obfrau Karoline Muss heuer am 7. Mai an ihrem Krebsleiden gestorben ist. Die Jahreshauptversammlung am 10. November im Mutterhaus der Franziskanerinnen von Vöcklabruck bekräftigte eindrucksvoll, dass Menschen mit Behinderung ihre Anliegen selbst vertreten können und wollen: Mehr als die Hälfte der Mitglieder des Vorstands haben schwere körperliche Beeinträchtigungen. Informieren und vernetzen. Markus Wurm aus Vöcklabruck hat eine starke Spastik. Auch seine Sprachverständlichkeit ist davon betroffen. Und dennoch: In beidseitigem Bemühen – seines und der Zuhörenden – ist eine Verständigung möglich. Außerdem hilft sein Freund Josef Sperrer dolmetschen. Als Kassier gehört Sperrer auch dem No-Limits-Vorstand an. Die erste große Herausforderung für Markus Wurm und sein Team wird die Info- und Begegnungsveranstaltung „Freizeit ohne Grenzen“ am 2. März 2012 in Vöcklabruck sein. Zu diesemTeam gehören unter anderem die blinde Theresia Schober als Stellvertreterin, die Spastikerin Katja Huemer als Kulturreferentin (sie hat für die Jahreshauptversammlung einen eindrucksvollen Powerpoint-Rückblick auf das No Limits-Jahr zusammen gestellt) und der Rollstuhlfahrer Florian Micheler als Fachwart. Die Stärke von No-Limits liegt im Engagement von Menschen mit Behinderung: Denn Betroffene sind die Experten in eigener Sache. Schön, dass es No Limi ts gibt. Das neue Team ist hochmotiviert. Markus Wurm meint: „Ich hoffe, dass ich das alles kann, aber miteinander werden wir es schaffen!“ Dieses Miteinander zeichnet No Limits mit von Außenstehenden kaum für möglich gehaltenen Angeboten für Menschen mit Behinderungen aus. Highlights aus dem Programm sind: „Unser Ball“ in Ebensee, Tanzkurse, Segelflug-Erlebnisse, Pferdetrekking-Veranstaltungen (mit einem der Union Reitvereine), Feuerkogel-Wanderungen, Skibobfahren, Wasserskifahren, Partys ... „Schön, dass es No Limits gibt. Es gibt Mut und Kraft“, sagte Katja Huemer am Ende ihres Jahres-Rückblicks. |
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