Unter den Glücksbringern, die ich in den letzten Jahren im bunten Licht der Feuerwerke geschenkt bekommen habe, sind vor allem Schweine. Sie bringen Glück, ganz sicher, denn all die Schweinchenschenker/innen können nicht irren. Doch wie so viele bringen sie auch mich dazu, darüber nachzudenken, was Glück eigentlich ist. In der „Glücksforschung“ ergründen Wissenschafter/innen die Bedingungen, unter denen Menschen glücklich sind. Schwierig, denn allein die Bedeutung des Wortes ist vielfältig, von der Vielfalt des persönlichen Glücksempfinden ganz zu schweigen. Ein neues Mobiltelefon löst bei den einen Verzückung aus, während es anderen die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Es heißt, dass jeder Mensch sein Glück selbst in der Hand hat. Wörtlich genommen gehört für mich das Aufräumen dazu. Ein ordentliches Zimmer vermittelt anscheinend, dass mein Leben in Ordnung ist – und wen macht das nicht glücklich? Genauso wie Kerzenduft, herzliches Lachen, ein Spaziergang oder ein treffend formulierter Satz: Es sind Kleinigkeiten, aber es ist wichtig, ihren Glücksgehalt zu erkennen. Damit ich das Glück nicht übersehe, wenn es plötzlich da ist.