Der Glaube, dass der hl. Antonius hilft, Verlorenes zu finden, geht zwar nicht auf meinen Namenspatron, den hl. Antonius den Großen, der um das Jahr 300 in Ägypten lebte, zurück, sondern auf Antonius von Padua. Dieser lebte 900 Jahre später. Als Jugendlicher hatte ich im Wald meine Uhr verloren. Es wurde mir geraten, Antonius um Hilfe zu bitten – und ich habe meine Uhr tatsächlich in einem Reisighaufen wiedergefunden. Mein Namenspatron hilft auch beim Suchen, nämlich wenn es gilt, den rechten Weg für das Leben zu finden. Er lebte in höchster Bescheidenheit – und wurde so zum Vater für das Mönchtum. Heute erscheint mir eine sparsame, auf die Schöpfung bedachte Lebensweise ganz wichtig zu sein. Wir versuchen das in unserer Familie zu leben, auch unseren beiden Töchtern ist das ein Anliegen. Antonius war trotz seiner Zurückgezogenheit ganz für die Menschen da. Das versuche ich auch zu tun, zum Beispiel in der Pfarre, selbst wenn das richtige Maß bei dem, was man sich auflasten kann, nicht immer leicht zu finden ist.