Beim ökumenischen Empfang zum Auftakt der Weltgebetswoche stellte sich Arsenios Kardamakis den Vertreter/innen der christlichen Kirchen Österreich als neuer Metropolit der griechisch-orthodoxen Kirche vor.
Geboren wurde Arsenios Kardamakis am 31. Oktober 1973 in Iraklio auf Kreta. Und weil er schon als Bub Priester werden wollte, vermittelte ihn sein Dorfpfarrer an das Gymnasium der kirchlichen Akademie in Athen. Eine wichtige Rolle für seine Berufung habe seine Großmutter gespielt, erzählt Kardamakis. „Sie hat mich schon als kleines Kind jeden Sonntag in die Kirche mitgenommen und damit mein Interesse geweckt.“ Nach seinem Theologiestudium in Athen und Thessaloniki kam Kardamakis nach Aachen, lernte neun Monate Deutsch und studierte anschließend mit einem vatikanischen Stipendium an der Universität Straßburg katholische Theologie und Kirchenrecht. „Ich hatte dadurch die Chance, die katholische Kirche von innen kennen und spüren zu lernen“, meint Kardamakis. Die Ökumene ist ihm ein Herzensanliegen, denn „schließlich beten wir bei jedem Gottesdienst um die Einheit der Christen.“
Prägende Erfahrung. Nach zwei Jahren als Seelsorger in Karlsruhe wurde Kardamakis 2004 zum Generalvikar der griechisch-orthodoxen Metropolie von Frankreich berufen. Ab 2005 war er auch einer der drei Sekretäre des Ökumenischen Rates der Kirchen in Frankreich. Die Erfahrungen in der orthodoxen Auslandskirche haben ihn sehr geprägt, sagt Kardamakis: „Da habe ich gelernt, panorthodox und ökumenisch zu arbeiten und zu denken. Vielleicht war das auch ein Grund, warum mich die Hl. Synode von Konstantinopel trotz meiner Jugend zum Metropoliten von Österreich gewählt hat.“ Am 4. Dezember hat er in Wien sein Amt angetreten.