Dem chilenischen Nobelpreisträger Pablo Neruda widmet der ehemalige Linzer Bürgermeister und Schriftsteller Prof. Hugo Schanovsky seine jüngste lyrische Biographie. In Prosagedichten, ungereimten Versen, ungereimt wie das Leben selbst, beschreibt er Stationen des Lebens großer Persönlichkeiten. – So führt er seine Leserschaft dicht, aber leicht vorwärts zu lesen, an das Leben seiner „Helden“ heran. Nerudas Sprache und Dichtkunst haben es Schanovsky bald nach dem Zweiten Weltkrieg angetan. 2011 setzte er dem Meister ein Buch-Denkmal: Dem Literaten, Kommunisten und dem Verspielten: „Das Kind, das nicht spielt, ist kein Kind, aber der Mann, der nicht spielt, hat für immer das Kind verloren, das in ihm lebte und das ihm arg fehlen wird“, zitiert Schanovsky Neruda.
Pablo Neruda, Ich bekenne, ich habe gelebt, Prosagedichte, Hugo Schanovsky, Hrsg. Friedensstadt Linz, Druck: Gutenberg
Überleben in Sibirien
Am 15. Februar wird der in Alberndorf geborene Josef Dorninger 90 Jahre alt. 2010 veröffentlichte der Verlag Ennsthaler dessen Erinnerungen an die russische Gefangenschaft. Dorninger war von 1944 bis 1948 Kriegsgefangener in Sibirien. Bei seinen Berichten über die Gefangennahme, die Entbehrungen, den Hunger, den Durst, die Kälte, das Überlebensglück, die Freundschaften überrascht sein nüchterner Stil. Die russischen Sieger und Lagermannschaften werden nicht mit Hass überschüttet. Er blickt auch auf die russischen Menschen in Sibirien, die ebenfalls ein entbehrungsreiches Leben führen mussten.
Sibirien 1944 – 1948. Erlebnisse eines Kriegsgefangenen, Verlag Ennsthaler, Josef Dorninger, 128 Seiten, € 12,90, ISBN 978-3-85068-854-3.