Seit einer Woche hat mein Sohn mit dem Kindergarten angefangen und macht damit seine ersten großen Schritte in die Selbstständigkeit. Nach der Kurzzusammenfassung über den Vormittag, die von der Kindergartentante geliefert wurde, bleiben noch ein paar Fragen offen, wie sein Tag gelaufen ist. Am Abend will ich mehr von ihm wissen. Ich: „War es schön, hat es dir gefallen?“ Sohn: „Ja“. (bereits in leicht genervtem Tonfall, weil er weiß, dass die vielen Fragen kommen, die ihm schon Mama zu Mittag gestellt hat) Ich: „Was hast du denn gespielt?“. Sohn schweigt und baut weiter an seinem Duploturm. Nach einer weiteren Nachfrage lässt er sich herauslocken, dass er draußen Sand gespielt hat und drinnen ein Puzzle gebaut hat. Was wohl nicht drei Stunden gedauert hat, also frage ich: „Was hast du sonst noch gemacht und überhaupt, wie sind die anderen Kinder, sind sie nett?“. Mein Sohn schweigt. Ich: „Willst du nicht über den Kindergarten reden? Sohn (erleichtert,“): „Ja, Papa, das mich nerven“. Schön diese Ehrlichkeit eines Dreijährigen. Zum ersten Mal in seinem Leben, kennen wir nicht automatisch jedes Detail seines Alltags. Und während uns Eltern das stört, scheint er schon Gefallen daran gefunden zu haben.