Ein Padre Mateo half im 1. Weltkrieg vielen Menschen. Doch wer war er wirklich? Nach mehreren Anläufen konnte nun seine wahre Identität nun geklärt werden. Es handelte sich um Militärkurat Matthias Bader aus Steinbach am Attersee.
07.03.2012
Steinbach am Attersee. Im Zuge ihrer Recherchen über die Einsatzorte des alten oberösterreichischen k. u. k. Infanterie-Regiments Nr. 14 „Hessen“ machten Vertreter des Hessenbundes Wels, des Traditionsverbandes des Regiments, in der kleinen Ortschaft Forni (Provinz Vicenza, Italien) eine berührende Erfahrung. In Forni hatten die „Hessen“ 1916/1917 ihren Regimentsgefechtsstand und der Ort mit der Zivilbevölkerung stand folglich unter ständigem Beschuss durch die italienische Artillerie. Beim Besuch der „Welser“ in Forni erkundigten sich die Nachfahren der damaligen Bewohner nach dem Feldkuraten „Padre Mateo“, der sich offensichtlich in vorbildlicher Weise auch um die damals feindlichen Zivilisten angenommen hatte und von dem ihre Vorfahren so viel Gutes erzählten. Nach mehreren Anläufen konnte nun die Identität des „Padre Mateo“ geklärt werden. Padre Mateo war der Militärkurat Matthias Bader aus Steinbach am Attersee. Er wurde 1888 geboren und ist am 7. November 1925, erst 37-jährig, gestorben. Er liegt in seinem Heimatort begraben. Die Inschrift auf seinem Grabstein lautet:„Sein Leben war ein ununterbrochenes Wohltun und ein Segen.“