Ein gutes Zeugnis stellen die Menschen der Stadtpfarre Traun aus. Drei Viertel sagten bei einer Umfrage, dass sie mit der Arbeit der Pfarre sehr zufrieden sind. Dass die Stadtpfarre zudem offen für viele ist, zeigt sich allein daran, dass jedes Jahr fast 50.000 Leute im Pfarrheim ein- und ausgehen.
In welche Richtung soll die Stadtpfarre Traun und das gesamte Dekanat Traun steuern? Um Antworten auf diese große Frage zu finden, fand 2011 ein moderierter Diskussionsprozess der Mitarbeiter/innen im Dekanat sowie eine Befragung in der Stadtpfarre statt. Bei der von Diplomandin Manuela Eichhorn durchgeführten Umfrage ging es vor allem darum, wie die Stadtpfarre Traun von außen wahrgenommen wird. Insgesamt 249 Fragebögen konnten dabei ausgewertet werden, was einer Rücklaufquote von fünf Prozent entspricht. Erfreuliches Ergebnis: 71 Prozent der Befragten sind sehr zufrieden mit der Pfarre, 24,1 Prozent zufrieden.
50.000 Besucher/innen pro Jahr. Wichtig ist ihnen Akzeptanz und Toleranz im Umgang miteinander und die Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen. „Zeichen der Offenheit ist auch, dass jedes Jahr fast 50.000 Menschen im Pfarrheim der Stadtpfarre Traun ein- und ausgehen. Das ist Dienstleistungscharakter im besten Sinn“, betont Pfarrer Franz Wild. Weitere Schlussfolgerung aus der Befragung ist, dass die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Traun zu einem besonderen Schwerpunkt werden soll. Hervorgebracht hat die Befragung auch, dass die Leute mit übergeordneten Ebenen wie Diözese oder Weltkirche weniger anfangen können. „Uns hat überrascht, wie groß die von den Leuten wahrgenommene Diskrepanz zwischen der Weltkirche und Traun ist“, betonen Pfarrer Franz Wild und Pastoralassistent Stefan Hirt. Bereits beim Dekanatsprozess, an dem sich Pfarrmitarbeiter/innen beteiligten, kam der Wunsch nach geänderten Zulassungsbedingungen für Männer und Frauen zur Sprache.
Kooperation in Seelsorgeräumen. Bei der Pfarrversammlung am 26. April machte Pfarrer Franz Wild auf die Dringlichkeit der Zusammenarbeit über Pfarrgrenzen hinweg aufmerksam, was etwa Sonntagsgottesdienste oder gemeinsame Pfarrgemeinderatssitzungen betrifft. Dies soll vor allem über die vier Seelsorgeräume des Dekanats geschehen. „Dass 17 Pfarren im Dekanat direkt kooperieren, ist eher schwierig, aber zum Beispiel bei den drei Trauner Pfarren funktioniert das sehr gut“, so Pfarrer Wild.