Jägerstätter-Biografin regt Gedenkort für verfolgte Priester an
Jägerstätter-Feiern in St. Radegund und Linz rund um 21. Mai zum Gedenken an den selig gesprochenen Wehrdienstverweigerer. Jägerstätter-Biografin Erna Putz erinnerte dabei speziell an Priester, die Opfer des Naziregimes wurden.
Ausgabe: 2012/21, Putz, Gedenkort, Jägerstätter, Feier, St. Radegund, Linz, NS-Zeit
23.05.2012
- Josef Wallner
Rund um den liturgischen Gedenktag des seligen Franz Jägerstätter am 21. Mai fanden mehrere Veranstaltungen in Oberösterreich statt. Jägerstätter-Biografin Erna Putz führte auf den Spuren des Bauern aus St. Radegund durch Linz. Im Ursulinenhof konnte die Gruppe einen Besprechungsraum besichtigen, der in der NS-Zeit eine Zelle war und in der Jägerstätter mit einer Fußfessel angekettet festgehalten wurde. Im Bischofshof, wo Jägerstätter Bischof Fließer zu einem Gespräch wegen seines Gewissenskonflikts über die Kriegsdienstverweigerung traf, machte Putz auf die vielen verfolgten und getöteten Priester der Diözese Linz aufmerksam. Die Unterdrückung der Priester durch die Nationalsozialisten war für Jägerstätter ein wichtiger Grund seiner Gegnerschaft zum Regime. Man darf diese Priester nicht vergessen und sollte für sie eine Gedenkstätte schaffen, forderte Erna Putz: Ein möglicher und geeigneter Ort schiene ihr der Bischofshof.