Die Restaurierungsarbeiten an der Grabkapelle, der sogenannten Ädikula, sind mit einer ökumenischen Feier in der Jerusalemer Grabeskirche kürzlich beendet worden.
Ausgabe: 2017/13, Grabkapelle, Jerusalem
28.03.2017
An der Zeremonie beteiligten sich die Vertreter der drei Konfessionen, die sich die Besitzrechte an der heiligen christlichen Stätte teilen. Der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III., Franziskanerkustos Francesco Patton und der armenische Patriarch Nourhan Manougian lobten in ihren Ansprachen die gute Zusammenarbeit während der Instandsetzung.
Die Ädikula-Kapelle über dem Heiligen Grab geht in ihrer aktuellen Gestalt im Stil des osmanischen Spätbarock auf das Jahr 1809/10 zurück. Die Kapelle bildet das Zentrum der Grabeskirche, die von den östlichen Christen Auferstehungskirche („Anastasis“) genannt wird. Diese Kirche wurde ursprünglich von Kaiser Konstantin ab dem Jahr 326 errichtet, nachdem seine Mutter, die Heilige Helena, die Orte der Passion Jesu in Jerusalem gefunden hatte. In der Folgezeit wurde die „Anastasis“ immer wieder halb zerstört und wieder aufgebaut. Sie ist bis heute einer der wichtigsten Pilgerorte der Welt.