Nicht nur über die Bewahrung der Schöpfung reden, sondern einen konkreten Beitrag leisten, wollte die Pfarre Hargelsberg und hat auf dem Pfarrheimdach eine Photovoltaikanlage errichtet.
Seit Kurzem produziert die Anlage Strom. Sie wird ca. 9500 kWh pro Jahr liefern, das entspricht etwa dem Verbrauch von ein bis zwei Einfamilienhäusern. Um weder das Pfarrbudget noch die Pfarrbevölkerung nach der erfolgreichen Kirchenrenovierung zu belasten, wurde zur Finanzierung das bereits seit einigen Jahren im Energiebereich angewandte Modell des „Contracting“ gewählt. Dabei betreibt die Errichterfirma 13 Jahre lang die Anlage und ist für Wartung sowie Reparatur zuständig. Natürlich bleiben auch die Erträge beim Unternehmen. Danach geht die gesamte Anlage ohne Zahlung in das Eigentum der Pfarre über. Bis dahin sind von der Pfarre lediglich 8 Euro pro Monat Zählermiete an die Energie AG zu entrichten. Außerdem musste die Gebäudeversicherung der Pfarre geringfügig angepasst werden. Zukunfts-Investition. Die Pfarre ersparte sich durch diese Vorgangsweise die Errichtungskosten von etwa 23.000 Euro. Ist die Anlage in das Eigentum der Pfarre übergegangen, kann der erzeugte Strom selbst verbraucht und der Überschuss in das öffentliche Netz eingespeist werden, was der Pfarre Einnahmen bringt. „Die Pfarre will mit diesem Projekt ihrer christlichen Verantwortung gegenüber der Umwelt und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als Institution gerecht werden“, erklärt Andreas Pascher vom Pfarrgemeinderat.