Genau zehn Jahre nachdem ein Jahrhundert-Hochwasser in den Gemeinden im Machland schwerste Schäden angerichtet hatte, wurde am 25. August 2012 Europas größtes Hochwasserschutzprojekt eröffnet.
Der 36,4 Kilometer lange Machlanddamm gilt als Jahrhundertbauwerk und wurde nach einer Bauzeit von nur vier Jahren fertiggestellt. Nun soll der Damm 22.400 Menschen in sieben Gemeinden nicht nur die Angst vor künftigen Hochwassern nehmen, sondern sie vor weiteren Flut-Schäden bewahren. Die geschätzten Gesamtkosten von 182,6 Mio. Euro seien aber nur ein Bruchteil der damaligen Hochwasserschäden von 500 Mio. Euro, betonen die Verantwortlichen. Die Finanzierung trägt zu 50 Prozent der Bund, 30 Prozent das Land und 20 Prozent die anliegenden Gemeinden. Mit einem möglichst naturnahen und ökologischen Konzept haben sich die Planer bemüht, das natürliche Gleichgewicht der Au wiederherzustellen. Die Naarn wurde renaturiert und verbreitert. Die zentralen Machlandgemeinden (Naarn, Mitterkirchen, Baumgartenberg und Saxen) sind nun überwiegend durch das Dammbauwerk geschützt, die Donauufergemeinden Mauthausen und Grein erhielten Mauern und darauf aufgesetzte Mobilelemente. In St. Nikola bieten Einzellösungen einen passiven Hochwasserschutz. Von den seit 2002 geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen in Oberösterreich sind derzeit etwa zwei Drittel verwirklicht und damit 427 Mio. Euro investiert worden.