Die EU-Bischofskommission COMECE hat die Unterstützung der katholischen Kirche für das europäische Projekt betont. „An der Zusammenarbeit in Europa führt kein Weg vorbei, weil dieser Weg der Zusammenarbeit der beste Weg ist, den Frieden in Europa zu erhalten, den wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen durch die Globalisierung zu begegnen und wieder ein Orientierungspunkt für die Humanität zu werden, wie es sich Papst Franziskus von Europa erhofft“, sagte COMECE-Präsident Kardinal Reinhard Marx laut einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung. Noch bis Freitag findet in Brüssel die dreitägige Vollversammlung der EU-Bischofskommission statt. Mit Blick auf den „Brexit“ betonte Marx, dass die Kirche seit jeher die Einigung und den Zusammenhalt unterstützt habe und das Ausscheiden der Briten bedaure. Er habe den Eindruck, dass sich weder Briten noch Europäer der weitreichenden Konsequenzen der Entscheidung bewusst seien. „Die Trennung ist für beide Seiten schmerzhaft und auch teuer.“ Trotzdem, so Marx weiter, „wissen wir, dass wir auch weiterhin in Europa zusammengehören“.
Der COMECE falle laut Marx in den kommenden Jahren eine entscheidende Aufgabe zu. „In 20, 30 oder 50 Jahren wird man auch fragen: Wo war die Kirche in den Auseinandersetzungen über die Zukunft Europas?“