Die gemeinsamen Vorstellungen von Kirche und Wirtschaft
Wirtschaftsbischof Dr. Alois Schwarz und der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Christoph Leitl, haben eine Erklärung zur Aufgabe von Kirche und Wirtschaft verfasst.
In dieser Erklärung sprechen sie die Sorge von Kirche und Wirtschaft an, „dass die Politik es noch nicht geschafft hat, der Spekulation im internationalen Finanzwesen mit wirksamen Regeln und Kontrollen zu begegnen“. Spekulation, so halten sie fest, verursacht gewaltige volkswirtschaftliche und persönliche Schäden und führe zu Unsicherheit und Krisen. Schwarz und Leitl setzen sich für die Priorität von Aus- und Weiterbildung ein sowie für die Entfaltung der Kreativität und Begabungen der Bürger/innen. Niemand dürfe vorzeitig aus dem Bildungsprozess ausscheiden, schreiben sie. (Präsident Leitl hat am 22. Oktober den „Bürgerpreis des Europäischen Parlaments“ erhalten. In der Dankrede sprach er sich für größtmögliche Anstrengungen aus, um das Ziel „Halbierung der Jugendarbeitslosigkeit“ bis 2019 zu erreichen.) In einem dritten Punkt sprechen sich Schwarz und Leitl für ein Europa aus, das sich stärker auf die Gemeinsamkeiten besinnt. Es soll nicht nur der Wohlstand gesichert werden, auch die Werte sollen bewahrt werden, ohne die entwicklungspolitische Verantwortung preiszugeben.