Der Nahe Osten ist der größte Konfliktherd der Welt, in vielen Regionen droht dem Christentum der Untergang – ausgerechnet dort, wo es entstand.
Ausgabe: 14/2017
04.04.2017
Armut, Zerstörung und Verfolgung zwingen viele Christinnen und Christen zur Flucht. Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem will den Menschen in ihrer Heimat eine Zukunft geben. Der päpstliche Laienorden, dem in Österreich 550 Mitglieder angehören, hilft beim Wiederaufbau, investiert in Gesundheitseinrichtungen und Schulen und will den Kindern den so wichtigen Zugang zu Bildung ermöglichen. „Wir sind dabei auf die Hilfe aller Österreicherinnen und Österreicher angewiesen, denen es ein Anliegen ist, dass im Land Jesu weiterhin Christen leben“, betont der neue Statthalter des Ordens in Österreich, Dr. Andreas Leiner.
Der Ritterorden ist eine Gemeinschaft innerhalb der katholischen Kirche und leistet durch privates Engagement einen wertvollen Beitrag zur Unterstützung der Menschen vor Ort. So fördert der Orden Pfarren, Kindergärten und Schulen des Lateinischen Patriarchates, Initiativen der Caritas in Gaza, der Westbank oder in den großen Flüchtlingslagern Jordaniens.
Mitglieder des Ordens informieren sich laufend auf eigene Kosten über den Fortschritt der Projekte. Die österreichischen Ordensmitglieder bringen jährlich ca. 250.000 Euro an Hilfsgeldern auf.
Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem hat weltweit 32.000 Mitglieder und wird vom Kardinalgroßmeister in Rom geleitet, der vom Papst bestellt wird.
Um die zahlreichen Hilfsprojekte im Nahen Osten umsetzen zu können, ist der Orden auf Spenden angewiesen. Diese sind steuerlich absetzbar. Dazu wurde vom Ritterorden der Verein „Österreichische Gemeinschaft für das Hl. Land“ gegründet.