Pastoralrat und Bischof Schwarz rufen zur „Herbergsuche 2012“ auf. Pfarren und Gemeinschaften, wie etwa die Orden, werden ersucht, mögliche Quartiere ausfindig zu machen
Die Erstaufnahmelager für Asylwerbende in Österreich sind voll. Rund 1000 Flüchtlinge sollen „gerecht“ auf die Bundesländer aufgeteilt werden. Auch Oberösterreich hat sich verpflichtet, Asylwerber/innen aufzunehmen. Derzeit fehlen rund 200 Plätze. Bei Caritas, Volkshilfe und SOS Mitmensch hat man derzeit alle Hände voll zu tun, um der Situation gerecht zu werden. Die christlichen Kirchen wollen bei der Suche nach geeigneten Quartieren helfen, doch die Suche gestaltet sich schwierig. Die Sprachbarrieren etwa bei Flüchtlingen aus Afghanistan sind größer, als das bei der Flüchtlingswelle aus dem Balkan war. Letzten Samstag hat der Pastoralrat der Diözese Linz im Hinblick auf den Advent zu einer „Herbergsuche 2012“ aufgerufen. Pfarren und Gemeinschaften, wie etwa die Orden, werden ersucht, mögliche Quartiere ausfindig zu machen und zu melden. Die entsprechenden Objekte werden dann angemietet. Bischof Ludwig Schwarz unterstützt das Anliegen: „Als Heimatvertriebener habe ich selbst erlebt, wie es Flüchtlingen geht“, sagt er. Er bittet daher, Aslywerbenden mit Respekt und Hilfsbereitschaft zu begegnen: „Allen, die sich einsetzen, bin ich dankbar.“