Ein Viertel der Bevölkerung Sibiriens lebt unter der Armutsgrenze, besonders betroffen sind alleinerziehende Mütter und ältere Menschen. Etwa Katja. Mit ihren 35 Jahren hat sie im Leben schon viel durchgemacht. Miete zu teuer. Als bald nach der Geburt klar war, dass Katjas drittes Kind sehr krank ist, hat ihr Mann sie verlassen. Alimente hat er nie bezahlt. Ohne Einkommen konnte sie selbst die geringe Miete in einem Sozialwohnheim nicht bezahlen und landete mit den Zwillingen und dem kranken Kleinen auf der Straße. Das Mutter-Kind-Heim der Caritas in der Millionenstadt Novosibirsk gab ihr Herberge. Mit Hilfe der Caritas-Sozialarbeiterinnen und freiwilliger Helfer/innen hat sie es geschafft, in einem Dorf am Stadtrand in ein winziges Häuschen zu ziehen. Arbeiten kann sie nicht, weil sie sich um ihre Kinder kümmern muss. Der bevorstehende Winter macht ihr neue Probleme, wie Caritasdirektorin Schwester Elisabeth Jakubowitz erzählt: „Kinder bei Ihnen in Österreich denken beim ersten Schnee an Dinge wie Schlitten und Schneemänner. Die fünfjährigen Zwillinge von Katja haben mir erzählt, dass sie beim ersten Schnee sofort eine halbe Brotschnitte unter dem Kopfkissen verstecken, damit sie am Abend noch zu essen haben.“ Obdachlos. Schlimm geht es auch Petja, einem 53-jährigen ehemaligen Hilfsarbeiter, der nach einem Arbeitsunfall die Arbeit und die Wohnung verlor. Er ist nun obdachlos und versteckt sich in der Nacht in Kellern. Am Tag bekommt er bei der Caritas wenigstens warmen Tee und Brot. Auch Sina, eine 72-jährige Pensionistin, wird von der Caritas betreut. Ihre Rente reicht gerade für die Wohnungskosten, nicht fürs Essen.
Die Caritas hilft mit Holz und Kohle, mit Lebensmitteln, Tee und warmer Suppe, mit Winterjacken und Schuhen – in Sibirien wie in anderen Ländern im Osten. „Ohne die Hilfe aus Österreich und Deutschland können wir Menschen wie Katja, Sina oder Petja nicht durch den Winter helfen“, dankt Schwester Elisabeth den Spender/innen aus Oberösterreich. - Winternothilfe. Die Caritas OÖ bittet um Spenden für die Winternothilfe in Osteuropa. Bitte beachten Sie die Erlagschein-Beilage!