Ob Stadt oder Dorf, ob Kindergarten oder Seniorenheim: Die Begegnung mit anderen Religionen gehört zum Alltag – und verunsichert doch viele Menschen. Der Theologe Stefan Schlager hat eine einfache Einführung in die Weltreligionen verfasst.
Der 11. September 2001 stand am Beginn. Schlagartig erwachte nach dem Attentat auf die Twin Towers in New York weltweit das Interesse am Islam. So waren auch in Oberösterreich bald Informationen über den Islam gefragt und Stefan Schlager als Leiter des Referats Theologische Erwachsenenbildung der Diözese Linz begann unzählige Vorträge zu halten. Aus dem Reden „über“ wurde aber bald das Reden „mit“. Heute spricht er über den Islam nur gemeinsam mit Muslimen: in Pfarren, vor jungen Polizisten, vor Krankenpfleger/innen oder vor Betriebsräten. „Je mehr ich mit Muslimen unterwegs bin, desto mehr wächst der Repekt vor dem Islam, aber auch die realistische Einschätzung“, betont Schlager. Vor allem bekommt er durch die Beschäftigung mit den anderen Religionen wieder neu einen Blick für den eigenen Glauben.
Interesse am Buddhismus. In letzter Zeit hat auch außerhalb von Wien das Interesse am Buddhismus stark zugenommen. Nicht wenige Christen haben Sympathien für den Buddhismus, weiß Schlager von seinen Vorträgen. Anziehend sind Atemtechniken zur Stressreduktion ebenso wie die Wiedergeburt. Er hält seit einem Jahr auch Kontakt mit der buddhistischen Religionsgemeinschaft in Linz.
In seinem Buch „Die Weltreligionen. Ein Crash-Kurs“ stellt Schlager das Judentum, den Buddhismus (kurz den Hinduismus), den Daoismus, das Christentum und den Islam vor (Topos Taschenbuch Nr. 805, 205 seiten, 13,30 Euro).
Siehe auch die Weltreligionen-CD des Linzer Bibelwerks auf Seite 27.