Am 20. Jänner 2013 sollen Österreichs Bürger und Bürgerinnen darüber abstimmen, ob die Wehrpflicht beibehalten werden soll oder ob es künftig ein Berufsheer mit einem neuen bezahlten Sozialdienst geben soll. „In der Katholischen Aktion (KA) gibt es Stimmen für beide Optionen“, betont KA-Präsident Bert Brandstetter. Es gibt aber auch Unzufriedenheit mit den Wahlmöglichkeiten, die zur Abstimmung stehen. „Die Befragung ist wichtig, daher appellieren wir, daran teilzunehmen“, betont Brandstetter. Weil aber viele unentschieden sind, welcher Weg für Österreich tatsächlich der bessere wäre, stellt die KA eine dritte Möglichkeit in den Raum: nämlich ungültig zu wählen – und so gegen eine unzureichende Fragestellung zu demonstrieren. Vor allem die Verquickung mit der Zividienstthematik und das Fehlen von Konzepten dafür macht die Frage kompliziert. „Sie ist ungeschickt und politisch überhudelt gestellt worden“, sagt der KA-Präsident. Die Politik wäre gefordert, Überzeugungsarbeit zu leisten. Wie immer die Befragung ausgeht, die KA-Vertreter/innen erwarten sich in jedem Fall eine starke friedenspolitische Akzentsetzung bei der Frage der Landesverteidigung. Die Katholische Aktion möchte auch den freiwilligen Sozialdienst besser gestützt sehen.