Salvatorianerinnen feiern am 8. Dezember ihr Gründungsfest. Das Generalkapitel betont, dass das bewusste Frausein in der Kirche ihren Platz haben soll.
Das heurige Gründungsfest der Salvatorianerinnen wird für Sr. Teresa Schlackl vermutlich für einige Jahre das letzte sein, das sie in ihrer Heimat feiert. Die 50-jährige Waizenkirchnerin bereitet sich auf ihre Aufgabe in der Generalleitung des Ordens vor und wird von Februar 2013 bis 2019 in Rom leben (siehe KiZ 43). Zurzeit wohnt Sr. Teresa in der Linzer Kommunität der Salvatorianerinnen und arbeitet an ihrer Dissertation.
Blick für die Leidenden. Das Generalkapitel, das den ganzen Oktober 2012 dauerte und bei dem sie als eine von vier Ratsschwestern gewählt wurde, stand unter dem Leitwort, dass die „Salvatorianischen Frauen mystisch und prophetisch so in der leidenden Welt leben sollen, dass alle Menschen das Leben in Fülle erfahren“. Diese große Ankündigung gilt es in kleine Schritte zu übersetzen und dabei die konkrete Situation des Ordens im Blick zu behalten: Von den 1126 Schwestern aus 29 Ländern leben 450 in Europa, wo deren Durchschnittsalter um die 72 Jahre beträgt. Ständige Erneuerung. Fragt man Sr. Teresa nach den „Hoffnungsgebieten“ für den Orden antwortet sie: „Überall, nur die Zahl ist unterschiedlich.“ Im Kongo und in Indien musste die Zahl der jährlichen Novizinnen auf fünf begrenzt werden. Soweit sind die Salvatoriannerinnen in Österreich noch nicht, doch drei Novizinnen lernen gerade das Ordensleben intensiv kennen. „Das ständige Bemühen um Erneuerung trägt Früchte“, freut sich Sr. Teresa, die 32 Jahre dem Orden angehört.
Unser Rom ist super. In der kommenden Amtsperiode wird es auch um die finanzielle Solidarität zwischen den einzelnen Provinzen gehen. Auf der einen Seite die Nettozahler wie Deutschland, Belgien, die USA oder Österreich, auf der anderen Seite die Empfänger. Das Szenario ist von der EU bekannt. „Bei uns gibt es natürlich auch unterschiedliche Interessen, aber es werden im Gespräch mithilfe der Generalleitung ehrliche Wege der Solidarität gesucht“, sagt Sr. Teresa: „Die Generalleitung wird im Orden sehr geschätzt. Unser Rom ist super“, sagt Sr. Teresa und möchte ihren Beitrag leisten, dass das weiterhin so bleibt. Als große spirituelle Herausforderung hat sich das Generalkapitel die Wiedergewinnung der apostolischen Identität des Ordens vorgenommen: „Wir möchten eine bibelnahe Gemeinschaft mit urkirchlichem Geist sein, in der auch feministische Züge und ein bewusstes Frausein in der Kirche ihren Platz haben.“