Motivforscherin Helene Karmasin stellte fest, dass sich Menschen allgemein heute wesentlich jünger sehen und fühlen als früher. Darauf reagiere im Besonderen die Werbung. Eine echte Wertschätzung des Alters fehle. LH-Stv. Josef Ackerl sprach sich gegen die defizitorientierte und emotionale Darstellung aus. „Alte Menschen sind nur belastend: ob als Pflegefälle oder durch ihren Pensionsbezug. Das stimmt doch einfach nicht!“ „Welt der Frau“- Chefredakteurin Christine Haiden kritisierte, dass alte Menschen meist als Objekt und nur selten als Subjekt in den Medien vorkommen. Als Pflegebedürftige sind sie lediglich „betroffen“, trotz ihrer Erfahrungen wird ihnen nur selten eine kompetente Rolle zugestanden. Diese klischeehafte Darstellung sei besonders bei Frauen auffällig. Alter müsse auch viel differenzierter dargestellt werden, nicht nur in den zwei Extremen: als leistungsfähig und chronisch gesund oder als Pflegefall. Haiden appellierte an die Politik, die Fähigkeiten alter Menschen in die Gesellschaft einzubinden.