Allenthalben wird jetzt geknetet, gebacken, gekostet. Kekse sind ein Symbol dafür, worum es zu Weihnachten geht: Freude – nicht endende Freude. „Zu jeder Zeit“ haben Christinnen und Christen Grund zur Freude, denn „der Herr ist nahe“. So heißt es im Eingangsgesang zum dritten Adventsonntag. Aus Zutaten, die – jede für sich genommen – relativ wenig Geschmack bieten, werden Köstlichkeiten, die den Gaumen erfreuen. Mit so viel Sorgfalt Menschen zu begegnen, wie es auch das Backen von Keksen benötigt, das wäre ein guter Vorsatz, wenn es um Lebensfreude geht. Das Mehl der Alltäglichkeit macht den größten Anteil am Teig aus. Es braucht aber auch die besonderen Zutaten: das Salz der Entschiedenheit, den Zucker der Großzügigkeit, das Eiweiß, das alles zusammenhält. Es braucht die Gewürze für die besondere Note – und Zeit zum Rasten. Kekse sind wie gemacht zum Austeilen. In Gemeinschaft gegessen, sind sie erst wirklich gut. Auch die Freude wächst, ja entsteht erst im Teilen.