Linz. Nach zehn Jahren folgt Ansgar Kreutzer dem Dogmatikprofessor Franz Gruber als Chefredakteur der Theologisch-Praktischen Quartalschrift (ThpQ) nach. Kreutzer ist seit 2011 Professor für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz. „Das Markenzeichen unserer Zeitschrift ist, wie der Name schon sagt, die Verbindung von Theorie und Praxis, von Theologie und Pastoral.“ Die ThpQ erscheint seit 1848. Die Fragestellungen haben sich natürlich geändert. Vor knapp 120 Jahren hat ein Autor sich mit dem Für und Wider des Radfahrens von Priestern beschäftigt und auch über die Erlaubtheit des Eislaufens für Mädchen nachgedacht. Manche Abhandlung lässt heute schmunzeln. Doch das Entscheidende an der ThpQ ist, dass die Leser/innen stets darin fanden und finden, was an gesellschaftlichen, kirchlichen und theologischen Fragen ansteht – das ist das Erfolgsgeheimnis der ThpQ. „Wir verstehen unsere Zeitschrift als Dienstleistung für die Praxis“, erklärt Kreutzer. Sie will helfen, die heutige Gesellschaft und Kultur zu analysieren und mit ihren Reflexionsangeboten beitragen, die pastorale Praxis besser zu gestalten. Die ThpQ bemüht sich auch, aktuelle theologische Themen verständlich aufzubereiten. Damit können Theolog/innen im pastoralen Dienst am Puls der Theologie bleiben, ohne sich mit wissenschaftlichen Spitzfindigkeiten herumschlagen zu müssen. Seelsorge in Extremsituationen, Pilgern, Achtsamkeit und Burn-out waren die Heftthemen in der jüngsten Vergangenheit, die überaus großen Zuspruch fanden. Die aktuelle Nummer der ThpQ beschäftigt sich wiederum mit einem heißen Eisen: Was bedeutet „Katholisch“?
- Kontakt: b.kagerer@ktu-linz.ac.at