Die Caritas Socialis hat ein breites Angebot für Menschen mit Demenz entwickelt. Es reicht von der Betreuung zu Hause und der Unterstützung von Angehörigen bis zu Tageszentren und Pflegestationen.
Ausgabe: 2013/06, Vergiss mich nicht, David Sieveking, Die Auslöschung, Caritas Socialis, Demenz
06.02.2013
„Vergiss mein nicht“ heißt eine beeindruckende Dokumentation, in der der Regisseur David Sieveking seine demenzkranke Mutter porträtiert. Und am 13. Februar ist im Fernsehen „Die Auslöschung“ zu sehen, mit Martina Gedeck, die Klaus Maria Brandauer in die zunehmende Demenz begleitet. „Demenz", so sagt Sr. Karin Weiler, „ist eine Entwicklung unserer Zeit, die viel diskutiert und gleichzeitig abgeschoben und verdrängt wird.“ Ihre Schwesterngemeinschaft, die Caritas Socialis, habe sich dieser Herausforderung bewusst gestellt. „Wir folgen dabei unserer Gründerin Hildegard von Burjan, ihrem wachen Blick für die Nöte der Zeit und ihrer Entschlossenheit, diese auch anzupacken.“ So hat die Caritas Socialis ein breites Angebot für Menschen mit Demenz entwickelt. Es reicht von der Betreuung zu Hause und der Unterstützung von Angehörigen bis zu Tageszentren und Pflegestationen. 2008 ging man einen mutigen Schritt weiter: Mitten in Wiener Gemeindebauten wurden zwei Wohngemeinschaften mit jeweils zwei Einheiten für je acht Demenzkranke eröffnet. Ziel ist es, in und um die Wohnungen möglichst viel Normalität und Beteiligung zu leben. Dazu trägt auch die Einbindung ehrenamtlicher Mitarbeiter/innen bei. „Damit kommt nicht nur ein Stück Alltag in unsere Einrichtungen, die Leute nehmen auch etwas mit hinaus in ihr Leben und ihr Umfeld, das die Einstellung zu Menschen mit Demenz verändern kann. Wir hoffen, damit auch einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung zu leisten“, meint Sr. Karin Weiler.